Gleichstellungsministerin Sütterlin-Waack: Beratungsangebote in Fällen häuslicher Gewalt sind weiterhin offen (20.04.2020)

KIEL. In Zeiten der Coronakrise leiden viele Menschen unter den Kontakteinschränkungen. Existenzielle Sorgen und die räumliche Enge führen zu weiteren Konflikten. Die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass es vermehrt zu Gewalt im häuslichen Umfeld kommen könnte. Daher ist es wichtig, dass die Hilfesysteme in Schleswig-Holstein weiter zur Verfügung stehen. In diesem Zusammenhang wies Gleichstellungsministerin Sabine Sütterlin-Waack heute (20. April) auf die Arbeit der Beratungsstellen hin: „In Schleswig-Holstein haben wir ein dichtes Netzwerk an Beratungsstellen für alle, die Opfer aber auch Täter häuslicher und sexualisierter Gewalt geworden sind oder dies fürchten. Auch in dieser für uns alle schwierigen Zeit stehen die Beratungsangebote für alle offen – anonym und kostenfrei. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Beratungsstellen und Kommunen leisten großartige Arbeit.“ Wichtig sei es, die Frauenberatungsstellen nun bei dem Ausbau der digitalen Kommunikation zu unterstützen. Dazu hat das Kabinett vor kurzem eine Stärkung der bestehenden Struktur auf den Weg gebracht. Danach werden für Frauenberatungsstellen kurzfristig zusätzliche Mittel zur Ausstattung mit notwendiger technischer Infrastruktur zur Verfügung gestellt.

Das Bundeshilfetelefon ist unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung weiterhin erreichbar, und unterstützt Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung. Die Telefonnummern der Beratungsstellen in Schleswig-Holstein finden sich unter:

https://schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/S/schutzvorgewalt/schutzvorgewalt_Frauenberatungsstellen.html.

Männer und Frauen, die befürchten selbst gewalttätig zu werden, finden Beratungsangebote unter www.soziale-strafrechtspflege.de. Ab heute gibt es zudem die „Nummer gegen Gewalt“. Unter 0431 - 26097648 werden
dort Beratungsangebote, Therapien oder Tätertrainings in ganz Schleswig-Holstein vermittelt. Diese helfen dabei, keine Gewalttaten oder sexuellen Übergriffe zu verüben.  

Von Gewalt betroffene Männer finden unter https://www.maennerberatung-sh.de/ entsprechende Angebote.

 


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