Familienorientierter Strafvollzug - Ein Elternteil in Haft - was bedeutet das für die Kinder

 

Wann: 19. Februar 2019

Veranstaltungsort: Königstr. 5, 23552 Lübeck

Veranstalter: Rechtsfürsorge e.V. Lübeck - Resohilfe - http://www.resohilfe-luebeck.de

Die Familienangehörigen Inhaftierter befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation, die Spannungen hervorruft und mit finanziellen Einschränkungen, Ausgrenzung sowie Stigmatisierung einhergehen kann. Die Mitbetroffenheit und Benachteiligung der Kinder bei der Inhaftierung eines Elternteils ist in der Regel mit einer großen emotionalen Belastung verbunden, aus der sozialer Rückzug, Wut und Enttäuschung sowie das Auftreten psychischer Beschwerden und Verhaltensauffälligkeiten resultieren können. Verhaltensauffälligkeiten wie Leistungsabfall in der Schule, Verunsicherung, depressive Stimmungslage, aggressives Verhalten, Kontaktverweigerung und sozialer Rückzug gehören zu den „Verarbeitungsstrategien“ der erlebten Situation. Die psychischen Konsequenzen aus der ungelösten Situation können die soziale und persönliche Entwicklung des Kindes sowie deren Interaktion mit anderen erheblich beeinflussen.

Schätzungen zufolge sind in der Europäischen Union fast eine Million und in Deutschland 100.000 Kinder jährlich von der Inhaftierung eines Elternteils betroffen. (Vgl. Children of Prisoners Europe (COPE) 2015, Murray & Farrington 2005)

  • Was ist unter einem familienfreundlichen Strafvollzug zu verstehen?
  • Wie kann dieser für eine positive Entwicklung der beteiligten Kinder von Vorteil sein?
  • Wie kann hierdurch der Resozialisierungsprozess für die Inhaftierten erleichtert werden?

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Frau Hilde Kugler

geboren 1962, Dipl.-Sozialpädagogin, Geschäftsführerin der Beratungs- und Vermittlungsstelle "Treffpunkt e.V.", Nürnberg. Frau Kugler blickt auf eine 30-jährige Erfahrung in der Angehörigenarbeit der Straffälligenhilfe zurück und hat die erste Beratungsstelle für Familienangehörige Inhaftierter in Deutschland aufgebaut.