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Ambulante Sanktionsalternativen für junge straffällige Flüchtlinge

Bereits Ende 2015 entwickelte sich ein Diskurs über den justiziellen Umgang mit straffällig gewordenen Flüchtlingen. Aufgrund der Alters- und Geschlechterstruktur der nach Deutschland geflüchteten Menschen, ihren spezifischen Bedürfnissen (Sprache, Kultur, Wertorientierung), der starken medialen Präsenz einiger spektakulärer Fälle von Kriminalität von Flüchtlingen und einer weit verbreiteten Unsicherheit der Bevölkerung Deutschlands hinsichtlich der „Flüchtlingskrise", wurde es notwendig, sich mit der Frage nach Konzepten für ambulante Sanktionsalternativen für junge straffällig gewordene Flüchtlinge auseinanderzusetzen. Die Mitgliedsorganisationen des Landesverbandes und weitere freie Träger waren dazu aufgefordert, Ideen und Konzepte für ambulante Sanktionsalternativen für junge straffällige Flüchtlinge zu entwickeln.

 

Anstoß für alternative Sanktionsmaßnahmen für straffällige junge Flüchtlinge - Justizministerin Spoorendonk übergibt Förderbescheide (10.04.2017)

BAD MALENTE. Justizministerin Anke Spoorendonk hat heute (10. April) im Uwe Seeler Fußball Park in Bad Malente den Startschuss für drei kriminal- und gesell-schaftspolitisch völlig neue und bedeutsame Resozialisierungsprojekte gegeben. Es handelt sich um erzieherisch-pädagogisch wirkende Maßnahmen, die aufkeimendes kriminelles Verhalten bei jungen Flüchtlingen nachhaltig verhindern und zu besserer gesellschaftlicher Integration beitragen sollen. Die Landesregierung hatte 2016 zunächst 155.000 EUR pro Jahr zur Verfügung gestellt, um Haft vermeidende, ambulante Maßnahmen zu entwickeln und durchzuführen, die auf straffällig gewordene junge Zuwanderer ausgerichtet sind. Schleswig-Holstein betritt mit seiner Initiative kriminalpolitisch-präventives Neuland. „Erziehung und Haftvermeidung sind Haftstrafen vorzuziehen, wenn es denn die begangene Straftat zulässt. Alle Rückfalluntersuchungen und die kriminologische Forschung zeigen uns, dass eine gelingende Resozialisierung und damit auch der beste Opferschutz vorrangig durch behandlungsorientierte ambulante Sanktionen zu erreichen ist", erklärte Justizministerin Spoorendonk.

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