Aufbau eines Netzwerks der sozialen Strafrechtspflege im Oblast Kaliningrad (2012 - 2014)

Verband für soziale Strafrechtspflege bald auch in Kaliningrad ? (30.03.2012)


Der Schleswig-Holsteinische Verband für soziale Strafrechtspflege hat in Kaliningrad ein Entwicklungsprojekt begonnen, mit dem dort ein Netzwerk der sozialen Strafrechtspflege aufgebaut werden soll. Dies bedeutet, erneut einen Beitrag zur Stärkung der russischen Zivilgesellschaft zu leisten - ein Anliegen, das nicht ausschließlich nur in russischem Interesse sondern - gerade in unserer Partnerregion Kaliningrad - von europäischem Interesse ist.

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Der Verband setzt mit diesem Projekt die erfolgreiche Arbeit in der Russischen Föderation fort, die 2005 in Archangelsk mit einem ähnlichen Projekt begonnen hatte, und kann somit die dort gemachten Erfahrungen konkret in Kaliningrad verwerten. Neben den beiden deutschen Trainern (Ullrich Lange und Wolfgang Gottschalk) ist erstmalig mit Valentina Iljushina eine russische Kollegin im Team, die in den vergangenen sieben Jahren in Archangelsk auf dem Gebiet des Sozialmanagements fortgebildet wurde.

Anfang März hat das erste fünftägige Seminar (von insgesamt vier) mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus insgesamt 12 in Kaliningrad ansässigen Nichtregierungsorganisationen (NGO’s) mit einem erfreulichen Ergebnis stattgefunden: die Beteiligten beschlossen einen Verband zu gründen, der im Bereich der Strafrechtspflege gleichermaßen Tatopfern wie

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Tätern, aber auch den jeweiligen sozialen Umfeldern von Nutzen sein soll. Im zweiten Seminar Ende April 2012 wird es wesentlich darum gehen, die vier Hauptaufgabenfelder des neuen Verbandes (Netzwerkarbeit, Fundraising, Fortbildung und Öffentlichkeitsarbeit) als Teilprojekte zu definieren und mit der Entwicklung dieser Projekte zu beginnen.

 

(Wolfgang Gottschalk)

Das Projekt wird durch die „Aktion Mensch“ gefördert und insgesamt zwei Jahre dauern.

 

Hansebüro Kaliningrad:

Schleswig-Holstein und Kaliningrad starten ein gemeinsames Projekt in der Kriminalprävention

Das Ziel des Projektes ist die Errichtung einer Organisation aus staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen für die Zusammenarbeit und Fortentwicklung im Bereich kriminalpräventiver Maßnahmen im Kaliningrader Gebiet. Partner des Projektes sind der Verband für Soziale Strafrechtspflege, Straffälligen- und Opferhilfe e.V., Schleswig-Holstein, und das katholische wohltätige Zentrum Caritas Sapad, Kaliningrad. Für das Projekt ist eine zweijährige Laufzeit vorgesehen, während der 4 Workshops zu je 5 Tagen durchgeführt werden. Der erste Workshop findet von 27.02-2.03.12 statt. An Workshops nehmen auch Vertreter aus Archangelsk teil, die erfolgreich ein ähnliches Projekt in ihrer Region realisiert haben.

Новый проект между Калининградской областью и землей Шлезвиг-Гольштейн в области профилактики правонарушений


Целью проекта является создание в Калининградской области ассоциации из общественных организаций и государственных ведомств для объединения усилий в сфере профилактики правонарушений. Партнерами проекта выступают Католический благотворительный центр «Каритас Запад», Калининград, и «Ассоциация по социальному и уголовному правосудию, помощи правонарушителям и жертвам преступлений», Шлезвиг-Гольштейн. Проект рассчитан на два года. За этот срок предполагается проведение четырех обучающих 5-тидневных семинаров. Первый семинар состоится 27.02-2.03.12. В семинарах также примут участие представители Архангельска, которые успешно реализовали подобный проект у себя в области.

 

Pressenotiz Projektabschluss

Die in Deutschland ansässige „Aktion Mensch“ fördert aus Lotterieeinnahmen u.a. Projekte zur Unterstützung von Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten. Dazu gehören zweifelsfrei Personen, die durch die Begehung von Straftaten auffällig geworden sind.

Seit Februar 2012 läuft ein Projekt zum „Aufbau eines Netzwerkes der sozialen Strafrechtspflege im Oblast Kaliningrad“. Daran nehmen Mitarbeiter verschiedener NGOs aus dem Oblast teil, die sich um Straffällige, Inhaftierte, Drogenabhängige und deren Familien kümmern. Die Projektleitung liegt in den Händen zweier deutscher Trainer und einer russischen Trainerin.

Projektträger sind das katholische wohltätige Zentrum Caritas West in Kaliningrad und der schleswig-holsteinische Verband für soziale Strafrechtspflege, der ähnliche Projekte seit vielen Jahren in Archangelsk durchgeführt hat. Begleitung und Beratung erfährt das Projekt desweiteren durch das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein.

In vier Seminarwochen, die letzte beginnt Ende Mai 2013, erarbeiten die Projektteilnehmer Strategien einer verbesserten Vernetzung ihrer vielfältigen Aktivitäten aus den Bereichen Beratung, Betreuung, Therapie. Ziel des Projektes ist die Schaffung eines Dachverbandes, der für die beteiligten Organisationen Servicefunktionen übernimmt. Dazu gehören Fortbildungsangebote, Entwicklung gemeinsamer Standards, (Fach-)Öffentlichkeitsarbeit und Einwerbung finanzieller Förderungen.

Die am Projekt teilnehmenden Organisationen haben eine nicht registrierte Partnerschaft geründet, in der sie die Form ihrer Zusammenarbeit regeln. Die jetzt anstehende letzte Seminarwoche wird dazu dienen, diese Partnerschaft hinsichtlich ihrer Aufgaben arbeitsfähig zu machen.

Das Ergebnis der gesamten Projektarbeit wird anlässlich einer Abschlussveranstaltung am Freitag, den 31. Mai 2013 in Kaliningrad präsentiert.


(Ulrich Lange)