Aktion Mensch (2007-2009)

Seit August 2007 ist der Verband anknüpfend an dieses erste TACIS-Projekt Träger eines auf zwei Jahre angelegten Projekts, das von der Aktion Mensch mit ca. 40.000 Euro unterstützt wird. Dieses Projekt widmet sich der Vermeidung stationärer Unterbringung von Kindern und Jugendlichen. Es richtet sich zum einen an jene sozial benachteiligte, von seelischer und psychischer Behinderung bedrohte und beeinträchtigte Kinder und Jugendliche im Alter von 11-16 Jahren aus den Städten Archangelsk, Severodvinsk und Umgebung, die wiederholt strafbare Handlungen begehen und begangen haben und von einer stationären Unterbringung in einem Heim, einer Besserungsanstalt oder in einer Jugendkolonie bedroht oder betroffen sind. Zum anderen wendet sich das Projekt an russische Fachleute und Führungskräfte aus diesen stationären Einrichtungen, aus Beratungs- und Übergangseinrichtungen freier Träger (NGOs) auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendhilfe, aus staatlichen Sozial- und Jugendhilfeeinrichtungen (Gebietsebene und Kommunen), aus Einrichtungen des Strafvollstreckungssystems, an Polizisten, Jugendrichter und Staatsanwälte. Vor allem durch Fortbildungsprogramme für die Fachkräfte und die Entwicklung ergänzender sozialer Hilfsangebote soll erreicht werden, dass bei Kindern und Jugendlichen stationäre Unterbringungen und Inhaftierungen vermieden bzw. verkürzt werden.