Startseite Pressemitteilungen Neues Beratungsangebot der Stadt.mission.mensch gGmbH für Kinder und Familien Inhaftierter gestartet (03.04.2018)

Neues Beratungsangebot der Stadt.mission.mensch gGmbH für Kinder und Familien Inhaftierter gestartet (03.04.2018)

Der Haftantritt eines Elternteils ist ein einschneidendes Ereignis im Leben einer Familie, welches mit vielen Fragen, Unsicherheiten und Problemen eintritt und schnell zur Überforderung der Familienmitglieder führen kann. Besonders für Kinder kann diese Situation sehr schwierig sein. In der 2012 veröffentlichten COPING-Studie wurden Auswirkungen der Inhaftierung eines Familienmitglieds auf die Angehörigen und speziell den Kindern festgestellt und beschrieben (s. dazu Bieganski/Starke/Urban (2012): Kinder von Inhaftierten. Auswirkungen. Risiken. Perspektiven. Ergebisse und empfehlungen der COPING-Studie.).

Das neu geschaffene Hilfs- und Unterstützungsangebot der stadt.mission.mensch gGmbH knüpft an diesen Erkenntnissen an. Das Angebot bietet in ganz Schleswig-Holstein eine kostenlose Beratung und Unterstützung für die Angehörigen von Inhaftierten (speziell den betroffenen Kindern) an. Es bietet Hilfe bei allen Fragen zum Thema Inhaftierung, Unterstützung beim Umgang mit der Thematik im Freunds- und Bekanntenkreis, Akuthilfe bei Überforderungen oder Verunsicherungen und die Vermittlung in Fachstellen und Beratungsangeboten an.

Die aufsuchende Arbeit orientiert sich am Case-Management-Verfahren und gliedert sich generell in die drei Phasen "Kontaktaufnahme- und Beratungsphase", "Planungs- und Interventionsphase" sowie der abschließenden "Monitoring- und Evaluationsphase". In mehreren Gesprächen bei den Familien, in der Justizvollzugsanstalt oder an neutralen Orten werden Hilfe- und Unterstützungsbedarfe der Kinder ermittelt und entsprechende Hilfemaßnahmen geplant, organisiert und durchgeführt. Die freiwillige Teilnahme an dem Beratungsangebot ist ein zentraler Bestandteil des Angebotes. Die Kontaktaufnahme zu dem Angebot kann eigenständig durch die Inhaftierten, deren Angehörigen, aber auch durch die Justizvollzugsanstalten, den integrierten Beratungsstellen, durch Jugendämtern oder Schulen erfolgen. Informationen über das Angebot und den Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie im angehängten Flyer oder auf der Homepage der stadt.mission.mensch gGmbH (http://www.stadtmission-mensch.de).

 

 

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