0431 / 2005668

Presseinformationen

Justizministerin Sütterlin-Waack begrüßt Fortentwicklung der Opferorientierung in Justizvollzug und Straffälligenhilfe (20.09.2018)

KIEL. In der Kieler Kunsthalle hat heute (20. September) die 27. Fachtagung des Schleswig-Holsteinischen Verbandes für soziale Strafrechtspflege; Straffälligen- und Opferhilfe e.V. stattgefunden. Unter dem Titel „Vergebung und Vergeltung - Konzepte von Restorative Justice, Maßnahmen der stärkeren Opferorientierung in der Justiz" diskutierten rund 110 Teilnehmer verschiedene Aspekte der Opferhilfe. Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack ging in ihrem Grußwort zunächst auf die enge Zusammenarbeit zwischen Justizvollzug, ambulanten Sozialen Diensten der Justiz und den freien Trägern der Straffälligenhilfe ein: „All die vielfältigen Maßnahmen auf dem Gebiet der Resozialisierung und der Opferhilfe hier im Land wären von der Justiz selbst nicht zu leisten. Nur gemeinsam mit den freien Trägern können wir diese wichtige Aufgabe bewältigen.“

Landesregierung unterstützt DRK-Projekt "Integration durch Integrierte" (20.09.2018)

Staatssekretäre des Innen- und des Justizministeriums loben das Projekt

KIEL. Das Projekt "Integration durch Integrierte" richtet sich an straffällig gewordene Geflüchtete. Bereits gut integrierte Migrantinnen und Migranten kümmern sich dabei ehrenamtlich um jeweils einen straffällig gewordenen Jugendlichen und zeigen ihm oder ihr die Chancen einer möglichen Integration auf, um so zu verhindern, dass sie erneut straffällig werden. Unterstützt wird das landesweite Projekt des Kieler Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes mit Mitteln des Justizministeriums.

Presseerklärung vom 31.05.2018 - Unterstützungsangebote für Kinder und Familien von Inhaftierten (31.05.2018)

Am heutigen Tag (31.05.2018) übergab Frau Justizministerin Sütterlin-Waack einen Förderbescheid für das Unterstützungsangebot für Kinder und Familien von Inhaftierten an die Stadt.mission.mensch gGmbH.

In diesem Projekt bietet die Stadtmission zukünftig landesweit Familien und Kindern von Inhaftierten Hilfe bei allen Fragen zum Thema Gefängnis, Unterstützung beim Umgang mit der Thematik, beispielsweise im Bekanntenkreis oder der Schule, sowie Akuthilfe bei Überforderungen oder Verunsicherungen. Weitere beim Landesverband organisierte Träger, beispielsweise der Rechtsfürsorgeverein Resohilfe Lübeck e.V. oder die Diakonie Altholstein, führen bereits familienunterstützende Projekte durch.

Der Schleswig-Holsteinische Verband für soziale Strafrechtspflege begrüßt, dass die Politik erkannt hat, dass Familienangehörige und insbesondere Kinder von Inhaftierten einen besonderen Unterstützungs- und Hilfebedarf haben, um mit der besonderen Situation der Inhaftierung eines Elternteils bzw. einer Partnerin/eines Partners, zurecht zu kommen.

Neues Beratungsangebot der Stadt.mission.mensch gGmbH für Kinder und Familien Inhaftierter gestartet (03.04.2018)

Der Haftantritt eines Elternteils ist ein einschneidendes Ereignis im Leben einer Familie, welches mit vielen Fragen, Unsicherheiten und Problemen eintritt und schnell zur Überforderung der Familienmitglieder führen kann. Besonders für Kinder kann diese Situation sehr schwierig sein. In der 2012 veröffentlichten COPING-Studie wurden Auswirkungen der Inhaftierung eines Familienmitglieds auf die Angehörigen und speziell den Kindern festgestellt und beschrieben (s. dazu Bieganski/Starke/Urban (2012): Kinder von Inhaftierten. Auswirkungen. Risiken. Perspektiven. Ergebisse und empfehlungen der COPING-Studie.).

Das neu geschaffene Hilfs- und Unterstützungsangebot der stadt.mission.mensch gGmbH knüpft an diesen Erkenntnissen an. Das Angebot bietet in ganz Schleswig-Holstein eine kostenlose Beratung und Unterstützung für die Angehörigen von Inhaftierten (speziell den betroffenen Kindern) an. Es bietet Hilfe bei allen Fragen zum Thema Inhaftierung, Unterstützung beim Umgang mit der Thematik im Freunds- und Bekanntenkreis, Akuthilfe bei Überforderungen oder Verunsicherungen und die Vermittlung in Fachstellen und Beratungsangeboten an.

Landesstrafvollzugsgesetz (23.01.2015)

Der Schleswig-Holsteinische Verband für soziale Strafrechtspflege; Straffälligen- und Opferhilfe e.V. begrüßt grundsätzlich die Reformbemühungen im Strafvollzug, die sich im aktuellen Entwurf der Landesregierung wiederfinden. Aufgrund der Berichterstattung über die Geiselnahme in der JVA Lübeck Ende letzten Jahres ist darauf hinzuweisen, dass der vorgelegte Entwurf eines Landesstrafvollzugsgesetzes nicht zu einer „Liberalisierung des Strafvollzuges“ führt. Wie in anderen Bundesländern auch, wird der Strafvollzug aufgrund kriminologischer Erkenntnisse und den Forderungen höchstrichterlicher Rechtsprechung zukunftsorientiert auf Resozialisierung und Wiedereingliederung der zu entlassenden Gefangenen in die Gesellschaft weiter ausgerichtet. Dieses dient der Verhinderung neuer Straftaten, dem Opferschutz und somit der Sicherheit insgesamt. Notwendig hierfür ist aus Sicht des Verbandes und seiner Mitgliedsorganisationen jedoch auch die konsequente Stärkung und finanzielle Ausstattung der Maßnahmen freier Träger, die viele Angebote während und nach der Haftzeit umsetzen.

 

Indianercamps für Kinder Inhaftierter finden auch 2018 wieder statt (21.03.2018)

Auch in diesem Jahr bietet das Gemeindejugendwerk des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden wieder in verschiedenen Bundesländern Indianercamps für Kinder Inhaftierter an. In Radbruch bei Lüneburg findet vom 14.-21.07.2018 das norddeutsche Indianercamp statt.
Indianercamps sind Freizeiten die ausschließlich Kindern von Inhaftierten offen stehen. Mit diesem Angebot erhalten die Kinder die Möglichkeit, eine Woche Urlaub aus ihrem häufig belasteten Alltag zu bekommen. Das Indianercamp wird in den Sommerferien als Zeltlager für Kinder im Alter zwischen 7-13 Jahren angeboten. Die Indianercamps werden von speziell geschulten, ehrenamtlichen Mitarbeitern durchgeführt. Die Mitarbeiter treffen sich mehrmals im Jahr um die Freizeit vorzubereiten und sich schulen zu lassen.

Ministerin Spoorendonk verleiht Stiftungspreis "Arbeit für Straffällige 2013" (02.11.2013)

stiftungspreis2013Justizministerin Anke Spoorendonk hat heute (2. November) den von der Stiftung Straffälligenhilfe Schleswig-Holstein ausgelobten Preis "Arbeit für Straffällige 2013" an drei Preisträger aus der Wirtschaft und aus der sozialen Arbeit übergeben. Bezahlte Arbeit ist der Schlüsselfaktor zu einer erfolgreichen Resozialisierung, sagte Spoorendonk bei der Verleihung im "theater itzehoe". Alle Bemühungen um die Eingliederung von Straftätern in den Arbeitsmarkt dienten Tätern und potenziellen Kriminalitätsopfern gleichermaßen. In dieser Einschätzung war sich Spoorendonk einig mit der Jury des Stiftungspreises, zu der neben dem Stiftungsvorstand und Vizepräsidenten des Landgerichts Itzehoe, Dietmar Wullweber, auch der Generalstaatsanwalt des Landes Schleswig-Holstein, Wolfgang Müller-Gabriel, sowie der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK zu Kiel, Rainer Bock, gehören. Folgende drei Preisträger wurden ausgewählt und erhalten insgesamt 2.500 Euro:

    Bild: (c) 2013, Stadtmanagement Itzehoe GmbH


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok