Die Rechtsfürsorge Lübeck e.V. sucht (13.12.2017)

einen Sozialpädagogen/eine Sozialpädagogin oder entsprechende Qualifikation

für 22,5 Wochenstunden.

Die Gewinnung, Ausbildung und Begleitung von Ehrenamtlichen in der Freien Straffälligenhilfe  hat die Ziele der Unterstützung bei der Wiedereingliederung von Straffälligen, der Verminderung von Schäden bei Gefangenen, die durch die Haft entstehen können, der Vermeidung von Ausgrenzungsprozessen,  der Brückenfunktion von Ehrenamtlichen zwischen dem Aufenthalt in einem Gefängnis und der Welt außerhalb,  der Erleichterung von Verständigungsprozessen  zwischen den Gefangenen und den Institutionen, der Unterstützung von Menschen aus einem Blickwinkel, der sich nicht nur aus der  Straffälligkeit ergibt,  die (Fach-) Öffentlichkeit aufmerksam zu machen für die Realität und die unvermeidbaren, aber nicht beabsichtigten negativen Folgen des Strafvollzuges, das Verständnis für Lebensbedingungen zu wecken, in denen es zu Straffälligkeit kommen kann, der Verdeutlichung, dass eine gelungene Rückführung in die Gesellschaft auch Opferschutz bedeutet, ein Verstehen anzuregen für gesellschaftliche Prozesse, die Straffälligkeit mit zu verantworten haben, eine justizferne Perspektive zu entwickeln, die einen eigenen Begriff und eine eigene Praxis von ehrenamtlicher Hilfe und Begleitung mit einem von der Justiz unterscheidbaren Selbstverständnis entwickeln, die gerade dadurch ein Element der Hilfe sein kann.

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Präsentationen der Fachtagung 2017

Am 13.11.2017 fand im Landeshaus in Kiel die 26. Fachtagung mit dem Titel "Wandelnde Rahmenbedingungen - Gestaltungsmöglichkeiten sozialer Strafrechtspflege" des Schleswig-Holsteinischen Verbandes für soziale Strafrechtspflege; Straffälligen- und Opferhilfe e.V. statt. Nachfolgend finden Sie die Präsentationen zu den Redebeiträgen.

 

Name Organisation Titel  
Prof. Dr. Volker Busch-Geertsema Gesellschaft für innovative Sozialforschung und
Sozialplanung e.V. (GISS), Bremen
Koodinator des European Observatory on
Homelessness
Housing first - ein innovativer Ansatz auch für wohnungslose Straffällige? Download
Dr. Svenja Senkans Master of Science Forensische Psychologie, pädagogische Mitarbeiterin der Resohilfe Lübeck Desistance - Praxisorientierte Übersicht über theoretische und empirische Erkenntnisse Download
Frau Daniela Trncevic Vermittlungsstelle gemeinnützige Arbeit, Vorwerker Diakonie Lübeck Haftvermeidung mit Klebeeffekten Download
 

26. Fachtagung des Schleswig-Holsteinischen Verbandes 13.11.2017 Landeshaus Kiel

Wandelnde Rahmenbedingungen - Gestaltungsmöglichkeiten sozialer Strafrechtspflege

 Anmeldeformular

Programm Druckversion (PDF)

9:30 Anreise / Kaffee

10:00 Begrüßung und Eröffnung
        Ralph Döpper, 1. Vorsitzender des Landesverbandes 

10:15 Grußwort der Justizministerin
         Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein 

10:30 Housing first - Ein innovativer Ansatz auch für wohnungslose Straffällige
         Prof. Dr. Volker Busch-Geertsema
            Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e.V. (GISS), Bremen;
            Koordinator des European Observatory on Homelessness

11:30  Pause / Kaffee

12:00 Desistance - Praxisorientierte Übersicht über theoretische und empirische Erkenntnisse
         Dr. Svenja Senkans
         Master of Science Forensische Psychiologie, pädagogische Mitarbeiterin Resohilfe Lübeck


12:45 Mittagspause

13:30 Haftvermeidung mit Klebeeffekten 
            Daniela Trncevic
            Vermittlungsstelle gemeinnützige Arbeit, Vorwerker Diakonie Lübeck

14:15 Podiumsdiskussion

            Claus Christian Claussen (MdL, angefragt), CDU
            Dennys Bornhöft (MdL), FDP
            Burkhard Peters (MdL), BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
            Stefan Weber (MdL), SPD
            Lars Harms (MdL, angefragt), SSW
            Claus Schaffer (MdL), AfD

15:00 Schlusswort und Ende der Veranstaltung

 

 

 

 

Ehrenamtliche Mitarbeiter im Justizvollzug sind eine wichtige Hilfe bei der Resozialisierung von Häftlingen (24.05.2017)

Eine Haftstrafe soll nicht nur Unrecht vergelten und vor weiteren Straftaten schützen, sie dient auch der Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Diese sogenannte Resozialisierung unterstützen im Justizvollzug ehrenamtliche Mitarbeiter. Bei einem Treffen im Justizministerium dankte Ministerin Anke Spoorendonk den in der Straffälligenhilfe engagierten Bürgern. ""Das ehrenamtliche Engagement ist ein großes Geschenk - für die Betreuten, für den gesamten Justizvollzug und die Bewährungs- und Straffälligenhilfe. Es ist auch ein Geschenk für unsere Gesellschaft"", sagte die Ministerin. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter stehen den Gefangenen unter anderem als Gesprächspartner zur Verfügung. Aber sie unterstützen auch bei der Bewältigung persönlicher Probleme, indem sie schulische und berufliche Fähigkeiten fördern, Freizeitaktivitäten anbieten, bei der Entlassungsvorbereitung mitwirken und im sozialen Umfeld zur Wiedereingliederung beitragen. Geregelt sind die Aufgaben in einer Allgemeinverfügung des Justizministeriums. Auch nach der Entlassung unterstützen viele Ehrenamtliche die ehemaligen Inhaftierten bei ihrer Rückkehr ins alltägliche Leben – entweder als wichtige Ansprechperson oder als ehrenamtlicher Bewährungshelfer. Die Möglichkeiten für ehrenamtliche Tätigkeiten in den Justizvollzugsanstalten sind vielfältig: Es gibt unterschiedliche Angebote für Gruppen oder einzelne Gefangene. Die ehrenamtliche Tätigkeit ist grundsätzlich unentgeltlich, derzeit wird jedoch eine Aufwandspauschale in Höhe von 120 Euro pro Jahr gewährt.


Wer kann sich engagieren?
Ehrenamtliche Mitarbeiter dürfen in den vergangenen fünf Jahren keine Freiheitsstrafe verbüßt haben. Gegen sie darf aktuell auch keine Straf- oder Ermittlungsverfahren laufen und sie müssen unter anderem einer Überprüfung durch das Landeskriminalamt zustimmen. Interessierte Bürger werden in den Trägervereinen der Straffälligenhilfe auf ihre künftige Tätigkeit vorbereitet. Dies geschieht in Abstimmung mit der jeweiligen Justizvollzugsanstalt.

Nährere Informationen zu dem Ehrenamt erhalten Sie bei 
Verein für Jugendhilfe und Soziales Pinneberg e.V.; Frau Nöthe, Tel: 04101/8582475
stadt.mission.mensch gGmbH; Daniel Nicol, Tel: 0431/26044750
Resohilfe Lübeck; Kerstin Lindenberg, Tel: 0451/7991921

 

Kriminalpolitische Herausforderungen für die kommende Legislaturperiode (03.05.2017)

Sehr geehrte Damen und Herren,

Der Schleswig-Holsteinische Verband für soziale Strafrechtspflege; Straffälligen- und Opferhilfe e.V. vertritt die inhaltlichen Interessen von 47 Mitgliedsorganisationen, die in unserem Bundesland professionell mit Tätern und Opfern von Straftaten im Sinne eines Resozialisierungskonzepts arbeiten. Maßnahmen der Kriminalprävention und des Opferschutzes verfolgen aus unserer verbandlichen Sicht dieselben Ziele.

Schleswig-Holstein verfügt über ein erfolgreiches beispielhaftes System alternativer, sozialpädagogisch ausgerichteter Sanktionsmaßnahmen - eine funktionierende soziale Strafrechtspflege. Das Land beauftragt Träger der Wohlfahrtspflege in vielen nicht hoheitlichen Bereichen mit der Begleitung von Straftätern und Opfern. Es ist kriminologisch unbestritten, dass durch dieses System Rückfälle vermieden und somit potenzielle Opfer von Straftaten geschützt werden. Inhaftierungen sind hierbei wesentlich teurer als ambulante Sanktionsmaßnahmen.

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Anstoß für alternative Sanktionsmaßnahmen für straffällige junge Flüchtlinge - Justizministerin Spoorendonk übergibt Förderbescheide (10.04.2017)

BAD MALENTE. Justizministerin Anke Spoorendonk hat heute (10. April) im Uwe Seeler Fußball Park in Bad Malente den Startschuss für drei kriminal- und gesell-schaftspolitisch völlig neue und bedeutsame Resozialisierungsprojekte gegeben. Es handelt sich um erzieherisch-pädagogisch wirkende Maßnahmen, die aufkeimendes kriminelles Verhalten bei jungen Flüchtlingen nachhaltig verhindern und zu besserer gesellschaftlicher Integration beitragen sollen. Die Landesregierung hatte 2016 zunächst 155.000 EUR pro Jahr zur Verfügung gestellt, um Haft vermeidende, ambulante Maßnahmen zu entwickeln und durchzuführen, die auf straffällig gewordene junge Zuwanderer ausgerichtet sind. Schleswig-Holstein betritt mit seiner Initiative kriminalpolitisch-präventives Neuland. „Erziehung und Haftvermeidung sind Haftstrafen vorzuziehen, wenn es denn die begangene Straftat zulässt. Alle Rückfalluntersuchungen und die kriminologische Forschung zeigen uns, dass eine gelingende Resozialisierung und damit auch der beste Opferschutz vorrangig durch behandlungsorientierte ambulante Sanktionen zu erreichen ist", erklärte Justizministerin Spoorendonk.

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