Straßenmagazin HEMPELS veröffentlicht Kochheft in Kooperation mit der JVA Neumünster (17.12.2015)

Im kommenden Jahr wird das Straßenmagazin HEMPELS 20 Jahre alt. Anlässlich des Jubiläums hat HEMPELS ein Kochheft herausgegeben, das ab sofort im Straßenverkauf erhältlich ist. „Wir bieten damit nicht nur den Lesern unseres Straßenmagazins einen Mehrwert, sondern geben unseren rund 220 Straßenverkäufern eine zusätzliche Möglichkeit, ihr Einkommen aufzubessern“, sagt Reinhard Böttner, Geschäftsführer von HEMPELS e.V. Das Kochheft ist in Zusammenarbeit mit der Justizvollzugsanstalt (JVA) Neumünster entstanden. Die Fotos des Heftes wurden an verschiedenen Orten in der Anstalt aufgenommen. Sie geben einen Einblick in die von 1901 bis 1905 erbaute Anstalt sowie die Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen, die an dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden durchgeführt wurden und werden. Gleichzeitig erlauben sie einen Blick in das Leben hinter Gittern. Die Rezepte stammen aus der Lehrküche der JVA Neumünster und wurden von Auszubildenden gekocht, die hier ihre Haftstrafe verbüßen. Neben 24 Arbeitsplätzen in derräumlich angegliederten Großküche können acht Inhaftierte in der Lehrküche im Rahmen einer dreijährigen Ausbildung den Facharbeiterbrief zum Koch erwerben. Circa 90 Prozent der jugendlichen und 60 Prozent der erwachsenen Inhaftierten der JVA sind zu Beginn der Haft ohne Berufsabschluss.

Die JVA Neumünster ist zuständig für den Erstvollzug von erwachsenen männlichen Strafgefangenen mit Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis fünf Jahren. Insgesamt gibt eshier 598 Haftplätze. Als zentrale Ausbildungsanstalt des Landes Schleswig-Holstein bietet die JVA Neumünster den Inhaftierten schulische oder berufliche Ausbildungs- undQualifizierungsmaßnahmen an. Grundsätzliches Ziel ist es, den Gefangenen nach ihrer Entlassung ein Leben ohne weitere Straftaten zu ermöglichen.

 

Das Kochheft wird an den bekannten Verkaufsstellen in acht schleswig-holsteinischen Städten (Kiel, Lübeck, Flensburg, Eckernförde, Rendsburg, Schleswig, Heide, Husum) vonden HEMPELS-Straßenverkäufern angeboten. Der Verkaufspreis beträgt 1,80 €, davon gehen 0,90 € an den Verkäufer. Den Verdienst können die Verkäufer für ihren Lebensunterhalt nutzen oder sich davon einige Extras leisten oder einfach besser über die Runden kommen.Denn der Straßenverkauf von HEMPELS ist ein Angebot zur Selbsthilfe Randständige, Erkrankte oder Süchtige, die einer geregelten Arbeit nicht odernachgehen können. Für viele von ihnen ist die Arbeit als Straßenverkäufer Versuch, im Arbeitsleben wieder Fuß zu fassen und einigen von ihnen gelingt es,als Sprungbrett in ein neues Leben zu nutzen.Das Straßenmagazin HEMPELS erscheint seit Februar 1996. Der gemeinnützige Verein HEMPELS e.V. mit Sitz in Kiel engagiert sich seit 1997 für sozial randständige Menschen. Schwerpunkt der Tätigkeit ist die Herausgabe des Straßenmagazins, das von rund 220 Verkäufern in mehreren Städten in Schleswig-Holstein – vor allem inKiel, Lübeck, Flensburg, Schleswig und Husum – verkauft wird. Diese bekommen so einen niederschwelligen Zugang zu einer Arbeit.

Seit 1999 betreibt HEMPELS e.V. das Vereinscafé „Zum Sofa“ in der Schaßstraße in Kiel. Als Schutzraum und Alternative zum Aufenthalt auf der Straße hat der Verein 2003 in Zusammenarbeit mit der Stadt Kiel den deutschlandweit ersten Trinkraum eröffnet. Er dient als Vorbild für den Umgang mit Alkoholkonsumenten im öffentlichen Raum. HEMPELS e.V. unterhält heute eine Suppenküche und zwei Trinkräume in Kiel und bietet einen Sozialdienst und ein Treuhandkonto an. 2014 ist unter dem Dach der DIAKONIE STIFTUNG Schleswig-Holstein die HEMPELS-Stiftung gegründet worden.

 

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Stellungnahme  zum Entwurf eines Gesetzes über den Vollzug der Freiheitsstrafe in Schleswig-Holstein (Drs. 18/3153)(16.10.2015)

Auszug:
Der Landesverband für soziale Strafrechtspflege; Straffälligenhilfe und Opferhilfe e.V. begrüßt das grundsätzliche Bestreben des Landesstrafvollzugsgesetzes (LStVollzG), tatausgleichende Maßnahmen fest zu verankern, den Vollzug familienunterstützend auszurichten, ein ausführliches Diagnoseverfahren zu Beginn der Haft zu erstellen, um die Faktoren, die die Straffälligkeit des/der Inhaftierten förderten bzw. einen Rückfall vermeiden können, zu ermitteln und Inhaftierten Hilfe bei dem Übergang von der Haft in die Freiheit während und v.a. auch nach der Haft unter Hinzuziehung von anstaltsexternen Fachleuten und Institutionen zukommen zu lassen (Übergangsmanagement).

Volltext

 

Jugendarrestvollzugsgesetz Schleswig-Holstein (23.02.2015)

Am 18.12.2014 wurde das Gesetz über den Vollzug des Jugendarrestes in Schleswig-Holstein - Jugendarrestvollzugsgesetz - (JAVollzG) im Amtsblatt veröffentlicht - GS Schi.-H. II, GI.Nr. 312-18. Den vollständigenen Gesetzestext können Sie über den Link abrufen.

weitere Informationen: Parlamentarischer Vorgang.

 

Rechtsfürsorge e.V. Lübeck - Resohilfe -

DIENSTAGS-VORTRAG 10.02.2015

Legalbewährung gefährlicher Straftäter
Ergebnisse einer bundesweiten Rückfalluntersuchung

von Dr. Sabine Hohmann-Fricke am 10. FEBRUAR 2015, 19.30 Uhr, Gemeinnützige
Königstraße 5, 23552 Lübeck

Weiterführende Informationen und FlyerInformationen und Flyer

 

Seminar „Kriminologische Forschung – Grundlagen von Behandlung, Prognose und der Wirksamkeit im Strafvollzug“

27. bis 28. April 2015, Celle

Seminarinhalte

  • Was ist Forschung im Justizvollzug und wie geht man vor?
  • Wirksamkeit des Strafvollzuges: Was lässt sich darüber sagen und wie kommt man zu diesen Erkenntnissen? Was könnte in dieser Hinsicht in Zukunft auf die Anstalten zukommen?
  • Dokumentation von Merkmalen des Gefangenen und seines Haftverlaufs - Grundlage für Vollzugsforschung und strategische Entscheidungen oder einfach nur eine lästige Aufgabe, die uns von der Arbeit mit Gefangenen abhält?
  • Aktuelle Erkenntnisse zur Motivierung, Behandlung und Rückfälligkeit von Gefangenen sowie zur Rückfallprognose bei Gefangenen.

Die Veranstaltung wenden sich an Führungskräfte und Fachkräfte aller Hierarchieebenen des Justizvollzuges, die über keine oder wenige Vorerfahrungen im Bereich der empirischen Sozialforschung und der Behandlungs- sowie Prognoseforschung verfügen.

Dozent: Dr. Stefan Suhling vom Bildungsinstitut des niedersächsischen Justizvollzuges - Kriminologischer Dienst.

Anmeldeschluss: 6. April 2015.

Teilnahmegebühren: EUR 198,00 plus EUR 64,80 für eine Übernachtung mit Frühstück. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des niedersächsischen Justizvollzuges gelten gesonderte Regelungen.

Weitere Informationen und Anmeldung finden Sie hier

 

Landesstrafvollzugsgesetz (23.01.2015)

Der Schleswig-Holsteinische Verband für soziale Strafrechtspflege; Straffälligen- und Opferhilfe e.V. begrüßt grundsätzlich die Reformbemühungen im Strafvollzug, die sich im aktuellen Entwurf der Landesregierung wiederfinden. Aufgrund der Berichterstattung über die Geiselnahme in der JVA Lübeck Ende letzten Jahres ist darauf hinzuweisen, dass der vorgelegte Entwurf eines Landesstrafvollzugsgesetzes nicht zu einer „Liberalisierung des Strafvollzuges“ führt. Wie in anderen Bundesländern auch, wird der Strafvollzug aufgrund kriminologischer Erkenntnisse und den Forderungen höchstrichterlicher Rechtsprechung zukunftsorientiert auf Resozialisierung und Wiedereingliederung der zu entlassenden Gefangenen in die Gesellschaft weiter ausgerichtet. Dieses dient der Verhinderung neuer Straftaten, dem Opferschutz und somit der Sicherheit insgesamt. Notwendig hierfür ist aus Sicht des Verbandes und seiner Mitgliedsorganisationen jedoch auch die konsequente Stärkung und finanzielle Ausstattung der Maßnahmen freier Träger, die viele Angebote während und nach der Haftzeit umsetzen.

 

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