2-tägige Fachtagung zu Restorative Justice und Täter-Opfer-Ausgleich

„Andere Wege gehen…“

Das Potenzial der Mediation bei schweren Straftaten nutzen als Ergänzung zu herkömmlichen Sanktionsmaßnahmen

Beginn der Tagung: 30 August 2021 um 13.00 Uhr
Tagungsende: 31 August 2021 um 13.00 Uhr

Zielgruppe

Die Fachtagung zum Thema Restorative Justice und Täter-Opfer-Ausgleich wird gemeinsam mit dem Ministerium für Justiz, Europa und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein geplant und durchgeführt. Sie richtet sich vornehmlich an Richter/Innen, Staatsanwält/Innen, Mediator/Innen im Strafrecht, Fachkräfte der Bewährungs- und Gerichtshilfe und Justizvollzugsbedienstete.

Thema

Nach einer Straftat spielen Resozialisierung der Täter und Opferschutz sowohl gesellschaftlich als auch individuell eine entscheidende Rolle. Einerseits geht es um die staatliche Sühnefunktion und die Wiederherstellung des Rechtsfriedens. Andererseits spielt die Bewältigung der Tatfolgen für das Opfer und die Wiedereingliederung des Täters in die Gemeinschaft eine wesentliche Rolle für den sozialen Frieden. Ergänzend zum herkömmlichen Sanktionssystem bietet Restorative Justice mit seinen vielfältigen Methoden tatausgleichende Ansätze an. Ein wesentliches Element für eine wiederherstellende Gerechtigkeit ist das Prinzip der Wiedergutmachung.

Täter-Opfer-Ausgleich ist die in Deutschland bekannteste Form von Wiedergutmachungsverfahren. Das Potenzial dieser ambulanten Sanktionsalternative, die zu einer Entlastung der Gerichte und Staatsanwaltschaften führen kann, ist in Schleswig-Holstein mit ca. 1800 Verfahren jährlich nicht ausgeschöpft. Damit dies gelingen kann, bedarf es einer breiten Unterstützung und Akzeptanz seitens der fallzuweisenden Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie einer stetigen methodischen Fortentwicklung der anzuwendenden Verfahren.

Diese Tagung zielt darauf ab, sich mit den ausschlaggebenden Faktoren auseinanderzusetzen, die dazu beitragen, begangenes Unrecht wieder auszugleichen.

Welchen Sinn und welche Funktion haben die Aspekte Schuld, Vergebung und Wiedergutmachung in einem Strafverfahren? Gibt es neben den herkömmlichen sanktionierenden strafrechtlichen Maßnahmen andere Wege, um mit den Folgen einer Straftat im Sinne aller betroffenen Beteiligten umzugehen?

Das Tagungsprogramm können Sie hier herunterladen: DOWNLOAD TAGUNGSPROGRAMM

Teilnahme- und Anmeldebedingungen

Die Veranstaltung wird in einem hybriden Format durchgeführt. Die Teilnahme kann sowohl in Präsenz, als auch online erfolgen. Die Veranstaltung ist in beiden Fällen kostenfrei.

Informationen zur Teilnahme in Präsenz

Die Veranstaltung findet im Nordkolleg Rendsburg statt. Dort steht ein Raum zur Verfügung, in dem die coronabedingt notwendigen Sicherheitsabstände gewährleistet werden können.

30 Übernachtungsplätze inkl. Verpflegung stehen zur Verfügung. Für landesinterne Justizangehörige und Mitarbeitende von TOA-Fachstellen werden die Kosten für Übernachtung und Verpflegung übernommen.

Informationen zur Online-Teilnahme

Die Online-Teilnahme wird über die Plattform BigBlueButton ermöglicht. Die Vorträge können Sie als Live-Stream von Ihrem Bildschirm aus verfolgen. Für die Teilnahme benötigen Sie einen internetfähigen PC oder Laptop mit Video- und Audiooption. Ein Leitfaden zur Benutzung von BigBlueButton wird Ihnen eine Woche vor der Veranstaltung zur Verfügung gestellt. Wir werden Ihnen vor dem 30. August 2021 verschiedene Termine anbieten, um die Teilnahme an der Plattform BigBlueButton zu testen. Bitte beachten Sie, dass das Aufzeichnen von Ton- und Bildaufnahmen von der Veranstaltung nicht gestattet ist.

Die Teilnehmerzahl für die Präsenzveranstaltung ist auf 50 Personen begrenzt. Für die Online-Teilnahme sind weitere 100 Plätze vorhanden.

Um rechtzeitige Anmeldung bis zum 25 Juli 2021 wird gebeten. Zur verbindlichen Anmeldung nutzen Sie bitte ausschließlich das unten stehende Anmeldeformular.

Datenschutz

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung.

 

Anmeldeformular

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