Willkommen beim Schleswig-Holsteinischen Verband für soziale Strafrechtspflege - Straffälligenhilfe und Opferhilfe e.V.
(vormals: Schleswig-Holsteinischer Verband für Straffälligen- und Bewährungshilfe)

Was versteht man unter sozialer Strafrechtspflege?

Soziale Strafrechtspflege verknüpft den staatlichen Schutz seiner Bürger durch das Strafrecht als Notwehrrecht gegen das Verbrechen, verknüpft das Rechtsstaatsprinzip mit dem Sozialstaatsprinzip, mit der Achtung und Förderung des Menschen in seiner sozialen Entwicklung, in seinen sozialen Verhältnissen.  Soziale Strafrechtspflege muss sich bemühen, Armut und soziale Randständigkeit nicht zu einer Strafbegründung oder Strafverschärfung werden zu lassen. Strafe ist keine Wohltat, keine sozialpolitische Maßnahme, darf aber auch nicht unnötig soziale Not verschärfen. Dies wäre nicht nur inhuman, sondern auch ineffektiv in dem Sinne, den Straftäter von einer Wiederholung der Tat abzuhalten. Eine soziale Strafrechtspflege setzt sich aus fünf Komponenten zusammen:

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Aktuelles


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Auswertung der bundesweiten TOA-Statistik (2013-2014) (12.08.2016)

Die neue Auswertung der bundesweiten Täter-Opfer-Ausgleichs-Statistik der TOA-Forschungsgruppe als Online- und Printversion ist erschienen. Die Veröffentlichung befasst sich mit den gemeldeten Fällen aus den Jahrgängen 2013 und 2014 knüpft nahtlos an die vorherigen Untersuchungen an.

"Der aktuelle Bericht lässt dabei weiterhin den Schluss zu, dass sich der Täter-Opfer-Ausgleich in Deutschland bewährt hat. Zwar liegt den ermittelten Daten keine Vollerhebung aller Ausgleichsverfahren zu Grunde, so dass insbesondere keine Aussage dazu getroffen werden kann, wie viele Verfahren deutschlandweit insgesamt durchgeführt werden. Dennoch
sind die doch recht beachtlichen Fallzahlen der mit dem Täter-Opfer-Ausgleich befassten Einrichtungen, die an der Untersuchung teilgenommen haben, Beleg dafür, dass der Täter-Opfer-Ausgleich in der Praxis angenommen ist und ihm in dem System strafrechtlicher Regelungen ein wichtiger Stellenwert zukommt. [...] " Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz

Vollständigen Statistikbericht herunterladen

 

ie     Umsetzung     und     Entwicklung     des     Täter-Opfer-
Ausgleichs    in    der    Praxis    und    die    daraus    abzuleitenden    Schlussfolgerungen    
sind     Gegenstand     der     Forschungen,     die     seit     1993     im     Auftrag     des     Bun-
desministeriums    der    Justiz    und    für    Verbraucherschutz    durchgeführt    wer-
den.     Mit     dem     nun     vorliegenden     Bericht     „Täter-Opfer-Ausgleich     in    
Deutschland,     Auswertung     der     bundesweiten     Täter-Opfer-Ausgleich-Sta-
tistik    für    die    Jahrgänge    2013    und    2014“    wird    der    nunmehr    6.    Bericht    dazu    
veröffentlicht,     der     an     die     bisherigen     Untersuchungen     anknüpft     und     sie    
fortschreibt.        
Der     aktuelle     Bericht     lässt     dabei     weiterhin     den     Schluss     zu,     dass     sich     der    
Täter-Opfer-Ausgleich    in    Deutschland    bewährt    hat.    Zwar    liegt    den    ermit-
telten    Daten    keine    Vollerhebung    aller    Ausgleichsverfahren    zu    Grunde,    so    
dass     insbesondere     keine     Aussage     dazu     getroffen     werden     kann,     wie     viele    
Verfahren     deutschlandweit     insgesamt     durchgeführt     werden.     Dennoch    
sind     die     doch     recht     beachtlichen     Fallzahlen     der     mit     dem     Täter-Opfer-
Ausgleich     befassten     Einrichtungen,     die     an     der     Untersuchung     teilgenom-
men    haben,    Beleg    dafür,    dass    der    Täter-Opfer-Ausgleich    in    der    Praxis    an-
genommen     ist     und     ihm     in     dem     System     strafrechtlicher     Regelungen     ein    
wichtiger    Stellenwert    zukommt.        
Erfreulich     ist     dabei,     dass     die     Datenbasis,     auf     deren     Grundlage     die     Ver-
fasser     der     Untersuchung     vielfältige     Erkenntnisse     zu     den     Voraussetzun-
gen,     dem     Verlauf     und     den     Ergebnissen     des     Täter-Opfer-Ausgleichs     in    
Deutschland    ableiten,    in    den    vergangenen    Jahren    deutlich    erweitert    wer-
den     konnte     und     für     den     Untersuchungszeitraum     einen     neuen     Höchst-
stand     teilnehmender     Einrichtungen     seit     1999     erreicht     hat.     Damit     gewin-
nen    die    Beobachtungen    und    Schlussfolgerungen,    die    aus    den    Erhebungen    
früherer     Jahre     abgeleitet     worden     sind,     zusätzlich     an     Validität     und     Über-
zeugungskraft.     Auch     die     neuen     Befunde     lassen     aber     erkennen,     dass     das    ii    
    
Potenzial,     das     dieses     Instrument     bietet,     flächendeckend     in     Deutschland    
noch     keineswegs     ausgeschöpft     ist.     Außerdem     werfen     sie     zum     Teil     neue    
Fragen    auf,    etwa    im    Hinblick    auf    eine    eventuell    rückläufige    Anwendungs-
praxis    im    Jugendbereich    und    die    Gründe    hierfür.   
 

Änderung SGB II - Überbrückungsgeld für Haftentlassene (11.07.2016)

Das Urteil des BGH vom 28.10.2014 (B 14 AS 36/13 R) hat maßgeblich dazu beigetragen, dass in dem neunten Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch - Rechtsvereinfachung sowie zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht, das Überbrückungsgeld für Haftentlassene in der Regel dem Rechtskreis des SGB II nicht mehr entgegensteht und damit insbesondere der Krankenvericherungsschutz gewährleistet sein wird. Das Gesetz wird aller Voraussicht nach zum 01.08.2016 Inkrafttreten.

Zur Begründung wird ausgeführt:

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Arbeitstagung des Schleswig-Holsteinischen Verbands für soziale Strafrechtspflege:

"Kooperation der Akteure familiensensibler Vollzug - Angebote im ambulanten Bereich in Schleswig-Holstein" 11.07.2016

Veranstaltungsort der PARITÄTISCHE - Zum Brook 4, 24143 Kiel

9:00 Anreise
9:15 Begrüßung Landesverband und Ministerium für Justiz Kultur und Europa
         Björn Süß (Geschäftsführer LV), Johannes Sandmann (Abteilungsleiter, MJKE)
9:30-10:00 "Überblick der Entwicklung in Deutschland und gelungene Projekte" 
                   Dr. Roggenthin (Geschäftsführer BAG-S)
10-10:30 Pause

Workshops
10:30-11:00 Vorstellung und Diskussion der einzelnen Haftstandorte
11:00-11:30 Workshop Möglichkeiten und Bedarfe ambulanter Angebote
11:30-12:00 Pause
12:00-12:45 Fortsetzung der Workshops Teil 2 Zusammenfassung für Plenum
12:45-13:30 Plenum Vorstellung der Ergebnisse / Diskussion

Online Anmeldung

Teilnahmegebühr: entfällt

 

 

Drs. 18/4282 Ersatzfreiheitsstrafe in Schleswig-Holstein (22.06.2016)
Kleine Anfrage des Abgeordneten Wolfgang Kubicki  (FDP) und Antwort der Landesregierung - Ministerin für Justiz, Kultur und Europa

Auszug:

1. In wie vielen Fällen wurde im Jahre 2015 und bislang im Jahr 2016 in den Justizvollzugsanstalten des Landes Schleswig-Holstein eine Ersatzfreiheitsstrafe vollstreckt?

Volltext

 


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Tagungsankündigung 11.7.

Ambulante Angebote für familiensensiblen Vollzug in S.-H.

9-14 Uhr Kiel