Willkommen beim Schleswig-Holsteinischen Verband für soziale Strafrechtspflege - Straffälligenhilfe und Opferhilfe e.V.
(vormals: Schleswig-Holsteinischer Verband für Straffälligen- und Bewährungshilfe)

Was versteht man unter sozialer Strafrechtspflege?

Soziale Strafrechtspflege verknüpft den staatlichen Schutz seiner Bürger durch das Strafrecht als Notwehrrecht gegen das Verbrechen, verknüpft das Rechtsstaatsprinzip mit dem Sozialstaatsprinzip, mit der Achtung und Förderung des Menschen in seiner sozialen Entwicklung, in seinen sozialen Verhältnissen.  Soziale Strafrechtspflege muss sich bemühen, Armut und soziale Randständigkeit nicht zu einer Strafbegründung oder Strafverschärfung werden zu lassen. Strafe ist keine Wohltat, keine sozialpolitische Maßnahme, darf aber auch nicht unnötig soziale Not verschärfen. Dies wäre nicht nur inhuman, sondern auch ineffektiv in dem Sinne, den Straftäter von einer Wiederholung der Tat abzuhalten. Eine soziale Strafrechtspflege setzt sich aus fünf Komponenten zusammen:

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Aktuelles


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Stellungnahme zu dem Antrag der Fraktion der FDP - Kein Fahrverbot bei allgemeiner Kriminalität (28.11.2016)

Auszug:

Lange bevor im Koalitionsvertrag des Bundes die Einführung des Fahrverbots als Alternative zur Freiheitsstrafe im Erwachsenen- und Jugendstrafrecht stand, wurde das Thema oft thematisiert und kontrovers diskutiert. Es deutete sich schon in der Vergangenheit an, dass die negativen Konsequenzen und Einwände überwogen.

Die Forderungen des vorliegenden Antrags, u.a. Gesetzentwürfe oder -initiativen mit dem Ziel, den Anwendungsbereich des Fahrverbots im Erwachsenen- und Jugendstrafrecht auf Delikte ohne Bezug zum Fahren eines Kraftfahrzeugs auszuweiten, gegebenenfalls im Bundesrat abzulehnen, sind aus Sicht des Verbandes richtig und unterstützenswert.


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Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Ausführung des Gesetzes über die psychosoziale Prozessbegleitung im Strafverfahren (AGPsychPbG-E)                    (Umdruck 18/6737)(26.10.2016)

Auszug:

Die Form der psychosozialen Prozessbegleitung, die bereits seit 1995 in Schleswig-Holstein landesweit professionell durch verschiedene Institutionen/Einrichtungen angeboten und von professionellen Fachkräften durchgeführt wird, ist ein essentieller Baustein einer modernen sozialen Strafrechtspflege im Sinne der Satzung unseres
Verbandes und eine notwendige Unterstützung von besonders vulnerablen Gruppen für den gesamten Verlauf eines Strafverfahrens.

Psychosoziale Prozessbegleitung ist momentan in Deutschland nicht gesetzlich verankert, sondern wird in verschiedenen Bundesländern in Modellprojekten oder
teilweise von bestehenden Beratungsstellen durchgeführt. Das 1995 in Schleswig-Holstein als "Zeugenbegleitprogramm" gestartete Projekt ist inzwischen als "psychosoziale Prozessbegleitung" fester Bestandteil der Justiz in Schleswig-Holstein. Gesetzeserweiterungen in vergangenen Jahren und die jahrelange Weiterqualifizierung der zuständigen Institutionen und Prozessbegleiter_innen haben in Schleswig-Holstein zu einem innovativen Modell der psychosozialen Prozessbegleitung geführt, welches als bundesweites Vorreiterprogramm verstanden werden kann, dessen Standards in einem nicht geringen Maße in das 3. Opferrechtsreformgesetz eingeflossen ist. Es ist ein landesweit
flächendeckendes und für die Opfer von Sexual- und Gewaltstraftaten, häuslicher Gewalt und
Nachstellung freiwilliges und kostenloses Angebot.


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Drs. 18/4829 Entwurf eines Gesetzes zur Ausführung des Gesetzes über die psychosoziale  Prozessbegleitung im Strafverfahren (AGPsych-PbG-E) (10.11.2016)
Bericht und Beschlussempfehlung des Innen- und Rechtsausschusses

Auszug:

 Der Innen- und Rechtsausschuss hat sich mit dem ihm durch Plenarbeschluss vom 22. Juli 2016 überwiesenen Gesetzentwurf der Landesregierung zur Ausführung des Gesetzes über die psychosoziale Prozessbegleitung im Strafverfahren in mehreren Sitzungen befasst und eine schriftliche Anhörung durchgeführt. Er schloss seine Beratungen in seiner Sitzung am 10. November 2016 ab. Einstimmig empfiehlt er dem Landtag die unveränderte Annahme des Gesetzentwurfs.

Barbara Ostmeier
Vorsitzende

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Interkultureller Workshop:

„Interkulturelle Mediation“

 

Aktuelle Statistiken und die Rückmeldungen von Mediator_innen aus der Praxis machen deutlich, dass die Zahl der Zuweisungen an Konfliktschlichtungsstellen von Menschen mit Flüchtlings- bzw. Migrationshintergrund fortlaufend angestiegen ist. Dadurch haben sich für die tägliche Arbeit neue Herausforderungen und Bedürfnisse ergeben. Es erscheint sinnvoll und angemessen, sich intensiv mit interkulturellen Aspekten und dem Einbezug einer interkulturellen Perspektive zu befassen. Aus diesem Grund, bietet der

schleswig-holsteinische Verband für soziale Strafrechtspflege; Straffälligen- und Opferhilfe e.V. in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Justiz, Kultur und Europa

einen

2-tägigen interkulturellen Workshop an.

 

Termin:  05. und 06.12.2016

Zeit:       Beginn 9.30 Uhr - Ende 17.00 Uhr , Anreise 9.00 Uhr

Ort:        Nordkolleg Rendsburg, Am Gerhardshain 44, 24768 Rendsburg

 

Zielgruppe

Mediator_innen im Strafrecht

Diese Fortbildungsveranstaltung richtet sich speziell an Mitarbeiter_innen von freien Trägern, Gerichtshilfen, Jugendämtern und aus dem Vollzug, die im Bereich Täter-Opfer-Ausgleich tätig sind und/oder eine Grundqualifizierung im Bereich “Mediation im Strafrecht“ erworben haben.

 

Inhalt

Die Kommunikation und Interaktion des Mediators/der Mediatorin mit den Medianten wird auch durch die Kultur und die damit einhergehende Sozialisation geprägt. Kulturell geprägte Phänomene wie Macht - Ohnmacht, Vertrauen - Misstrauen, Individualität – Kollektivität oder Gleichheit – Verschiedenheit können tiefe Gefühle bei den Medianten bewirken und beeinflussen zu dem ihre Bedürfnisse und Interessen. Um im Rahmen des Täter-Opfer-Ausgleichs professionell Handeln zu können, benötigen Mediator_innen daher ein hohes Maß an interkultureller Sensibilität und die Kompetenz das eigene Handeln zu reflektieren. Es erscheint somit sinnvoll, sich mit Mediation im interkulturellen Kontext auseinanderzusetzen. Der interkulturelle Workshop soll Ihnen dabei helfen, auf diese Aspekte einzugehen, die eigene Arbeit zu reflektieren und die zukünftige Arbeit, unter Einbezug einer interkulturellen Perspektive, qualitativ zu stärken.

Der Workshop wird angeboten durch ein interkulturelles Team des Instituts für Mediation, Konfliktmanagement und Ausbildung (IMKA Hamburg) und besteht zu je 1/3 aus fachlichem Input (u.a. Konfliktverhalten aus interkultureller Perspektive, Konzeption von Kollektiv- und Individualgesellschaften), Übungen zur Selbstreflexion und der Arbeit an konkreten (bei Interesse auch eigenen) Fällen.

 

Kosten

Die Teilnahme ist für die Teilnehmer_innen kostenlos.

 

Anmeldung

Die Zahl der Teilnehmer_innen ist auf 18 begrenzt. Aus diesem Grund und zur weiteren Planung, bitten wir um eine verbindliche und zeitnahe Anmeldung bis zum 14.11.2016 über den Landesverband (Christopher Wein - Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).

 

 


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